Grand Hotel Küche

Das große Hotelküche bot eine Vollversorgung für hunderte Gäste, häufig auch in in abgeschiedener Lage in den Bergen. Angeliefert wurden Speisen direkt von Bauernhöfen der Region, eingelagert wurde wenig.

Koordination und Kommunikation spiegeln sich auch in der Gestaltung der Küche wider: Beispielsweise zentrales Kochen mit Sichtkontakt statt Arbeiten zur Wand hin und lange Zubereitungstische.

Kanzlerbungalow-Küche

Die Küche des 1964 von Sepp Ruf entworfenen Kanzlerbungalows in Bonn vereinte häusliches Umfeld und professionelles Kochen. Eine Kochinsel mit Kochfelder und Spüle, sowie zentraler Armatur oder das Einmauern von Backröhre und Kühlschrank können mit einer modernen Villenküche konkurrieren. Was konzptionell gelang, überzeugt jedoch leider nicht auch gestalterisch: Oberflächen und Küchenmöbel zitieren minderwertige Einbauküchen von der Stange – eine egalitäte Etikette jener Zeit. Kanzlergattinnen luden hier das Personal zum gemeinsamen wöchentlichen „Küchenessen“ ein.

Experimental-Stahlküchen

Die technischen Möglichkeiten der Industrie und ungebrochener Fortschrittsglaube ermöglichten etwa 30 Jahre nach der ersten Frankfurter Küche erneut eine Küche von Grund auf neu zu denken. Als Werkstoff kam vornehmlich Stahl zum Einsatz.

Der Küchengeräte-Pionier zeichnet sich für die Küchen in zahlreichen Bauten von Ferdinand Kramer verantwortlich, darunter in dessen eigenem Wohnhaus in der Schaubstraße und vermutlich auch für die Küchen in den Studentenwohnheimen, des von Kramer geleiteten Universitätsbauprogramms. Foto: Klaus Meier-Ude, ca. 1966