Warum eigentlich elektrisch?

Das „Polytechnische Journal“ beschreibt bereits 1841 das Potetial des Kochens mit Gas. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts galt das Kochen mit Gas als Favorit im Ablösen von Holz und Kohle, bis gesamt- wirtschaftliche Überlegungen ab etwa 1930 den Wechsel brachten: Da eine Speicherung von Strom nicht effizient ist und das private Kochen in jene Zeiten fällt in denen in der Industrie wenig verbraucht wird (Mittagspause, Abend) förderte man gezielt die Installation von Elektroherden, ein bischen nachgeholfen wurde mit der Angst im Umgang mit Gas. Heute hat sich auch die gesamtwirtschaftliche Betrachtung geändert, denn die Umwandlung von erzeugtem und mit Verlusten transportierten Strom in Wärme ist wenig sinnvoll, man kann also von Verschwendung sprechen.

Optimistischerweise kann man das elektrische Kochen als eine sehr durchschnittliche Lösung betrachten, die zur Not vielleicht ihre Daseinsberechtigung hat. Sowohl im gewerblichen als auch im ambitionierten Hausbereich ist das Kochen mit Gas das Maß der Dinge. Elektrogerätehersteller messen dem Kochen mit Gas nur eine sekundäre Rolle zu. In technischer wie in ergonomischer Hinsicht bestand aus unserer Sicht erheblicher Entwicklungsbedarf, der uns motiviert hat Lösungen zu entwickeln, die zum Wannensystem geführt haben.

Das Wannensystem

Da auf eine schnelle und präzise Verfügbarkeit von Wärme wert gelegt wird, wird bei Gaskochfeldern die Flamme nicht mit einer Platte vom Kochfeld getrennt, folglich können Teile der Technik in Kontakt treten mit Speiseresten. Im schlimmsten Fall sickert Fett in die Brennerhalterung und backt diese untrennbar fest. Eine weitere Frage ist die der richtigen Brenner und die Größe des Kochfelds.

Unsere Lösung ist das Wannensystem. Was oben daneben fällt wird unten in der Wanne aufgefangen und mit Wasser gefüllt, einfach weggespült. Optional mit Anbindung zum Abfluss oder als Kombination mit den Spülbecken. Zur Anwendung kam das Wannensystem beispielsweise in der Küche im Glashaus.

Brenner

Für jede Anwendung der richtige Brenner und an der Wunsch Position auf dem Kochfeld. Beispielsweise kleine Brenner zum Köcheln der Soße, extrastarke Brenner für Riesenpfannen und Töpfe, Universalbrenner zum Braten, bis hin zu drei unterschiedlichen Wokbrennern. Zum Einsatz kommen Brenner aus Messing mit horizontalem oder vertikalem Flammenaustritt, in Konus- Kranz oder Pilzform, mit oder ohne Zündflamme und in Leistungsstufen von 2 bis 21kW. Die Konfiguration folgte den Kochgewohnheiten.

Gitterroste

Dünne Drahtgitteroste wurden irgendwann durch Gussgitterroste ersetzt. Angebrannte Reste lassen sich vom Guss ebenso leicht oder schwer lösen wie das Email darunter, keine schöne Eigenschaft und sonderlich Bruchfest ist Gusseisen auch nicht. Wir haben uns entschieden Guss durch Gitterrosten aus dicken Edelstahl-Vollmetallstäben zu ersetzen.